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Landschaft
Achaia liegt im Nordwesten der Peloponnes, begrenzt von den Regionen
Korinthia, Arkadien und Elis. Im Norden erstreckt sich der Golf von
Korinth, im Westen der Golf von Patras und das Ionische Meer. Die
Landesnatur ist gebirgig. Den Küsten entlang haben sich Schwemmlandstreifen gebildet, die intensiv für den Anbau genutzt
werden. Auf einem breiten, von tief eingeschnittenen Fußtälern
durchzogenen Mittelgebirgssockel erheben sich die Kalkmassive von
Erymanthos, Panachaiko und Chelmos/Aroania. Panachaiko und Erymanthos sind
lang gezogene Gebirgskämme, die eine Fortsetzung des Pindos-Massivs
bilden. Der Chelmos mit seinen drei markanten Gipfeln ist ein in das
Mittelgebirge eingebetteter Kuppelberg. Von den Höhen fließen
Bäche und Flüsse zur Küste und sorgen für die Bewässerung der Täler
und Küstenebenen. Diese Wasserläufe haben markante Schluchten und
Talkessel ausgeformt.

Granatapfelblüte
Klima
Die Region ist klimatisch begünstigt. Der Nordwesten der Peloponnes
erhält deutlich mehr Niederschläge als der Süden und Osten. Die Wolken
aus Westen regnen an den Berghängen von Achaia und Elis ab. Daher ist der
Winter mild, frostarm und regenreich. Die ständig wehenden
Nordwestwinde bringen in den heißen Sommermonaten Kühlung. Im Sommer
liegen die Durchschnittstemperaturen von Patras etwa zwei Grad unter
denen von Athen. In den höheren Berglagen ist das Klima deutlich
rauher. Auf den Gipfeln bleibt der Schnee bis in den Mai hinein liegen. Bei mäßigen Temperaturen
ist es im Sommer in den Gebirgsregionen sehr
angenehm.
Im Bergland von Achaia gibt es hoch gelegene Dörfer, die im Sommer von
Hirten bewohnt sind, im Winter jedoch leer stehen.
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Vegetation
Aufgrund des günstigen
Klimas und der guten Bodenbeschaffenheit (Tonerde, Lehm, Mergel) ist die
mediterrane Zone bis etwa 800 Meter Höhe von üppigem Pflanzenwuchs
bedeckt. In der Ebene dominieren Zitrus- und Obstbäume, die Hänge sind
von Olivenhainen und Weinbergen überzogen. In den Bauerngärten finden
sich alle Arten von Obst und Gemüse, in den Parks und Ziergärten wachsen
subtropische Pflanzen wie Palmen, Bananen, Yucca. Die Flußtäler sind von
blühenden Oleanderbüschen gesäumt. Auffallend ist der reiche Baumwuchs.
Pinienwäldchen an der Küste, Zypressenhaine auf den Hügeln, Feigen- und
Maulbeerbäume mit tiefgrünem Laub setzen markante Akzente. So ist das
Landschaftsbild auch im Sommer, wenn die Gräser verdorrt sind, von
vielfältigen Grünschattierungen geprägt.
Auch die Höhenlagen sind durch reichhaltigen Baumwuchs begünstigt. An
einigen Stellen geht die mediterrane Zone bruchlos in die Nadelwaldzone
über. Wälder aus Apollotannen und Schwarzkiefern bedecken die Täler und
Hänge des Hochgebirges. Häufig findet sich eine Übergangszone, die
durch Laub- und Mischwälder mit reichlichem Unterwuchs gekennzeichnet
ist. Hier gibt es Platanen, Pistazien, Erdbeerbäume und Wacholder.
An wasserreichen Orten werden Walnußbäume und Edelkastanien kultiviert.
Über der Baumgrenze erstrecken sich Büsche und Matten aus Seidelbast und
Tragant. Im Gebirge haben sich viele seltene Pflanzen erhalten, die
teilweise nur hier heimisch sind, etwa das Chelmos-Veilchen. Auch
zahlreiche seltene Schmetterlinge und Vögel sind zu beobachten.
Die dünn besiedelte Bergregion bietet dem Wanderer Gelegenheit,
eine abwechslungsreiche Landschaft mit einer vielfältigen Pflanzen- und
Tierwelt zu entdecken.

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